Die Arnika, auch Wolfsblüte, Johannisblume, Tabakblume, Bergdotterblume, Bergwohlverleih oder Wundkraut genannt, wurde 1986 zur “Blume des Jahres”  und 2001 zur “Arzneipflanze des Jahres ernannt.
Sie gehört zur Familie der Korbblütler und wächst hauptsächlich im Gebirge und auf mageren und sauren Wiesengründen. Mit ihrem leicht behaarten Stengel wird sie 30-50 cm hoch; die Blüten sind gelb und duften aromatisch. Sie ist eine einjährige Pflanze und blüht in Mitteleuropa von Mai bis August.
Mittlerweile gehört die Arnika schon zu den gefährdeten Arten (Naturschutz)! Da ihre Blüten ätherische Öle enthalten wirken sie antiseptisch und entzündungshemmend. Meist werden die Blüten in Schnaps angesetzt und als Arnikatinktur zum einreiben verwendet.
Angewendet wird dieses Kraut ab dem 18. Jahrhundert bei Krampfadern, Gicht, Rheuma und Blutergüssen. Die Arnika ist nur zur äußerlichen Verwendung zugelassen. In der heutigen Zeit wird Arnikagel bzw. Arnikasalbe meist bei Veneninsuffizienz eingesetzt um einen therapeutischen Effekt erzielen oder für Gesichtsdampfbäder bei unreiner und gereizter Haut!
Zum Schluss noch etwas mystisches:
Einige Namen der Arnika, zB Johannisblume, Donnerwurz oder Wolfsbanner deuten auf eine alte Zauberpflanze hin, denn als gelb blühende Pflanze spielte sie im Kult der Sommersonnenwende eine große Rolle. Jedoch gingen diese heidnischen Bräuche ins Volkstümliche über und so gelten zB. die am 24. Juni (Johannistag oder Sonnenwende genannt) gesammelten Blüten als besonders heilend.
Außerdem gehört die Arnika in verschiedenen Gegenden auch zu jenen Blumen, die man in den Strauß der Kräuterweihe, dem 15. August (Maria Himmelfahrt) bindet. Daher zählt die Arnika auch zu den Marienpflanzen.
Die getrockneten Blätter der Arnikablume reizen die Schleimhäute und wurden daher in früheren Jahren dem Schnupftabak zugesetzt.
Foto © Toni Amnell

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Christine 12/02/11 - 14:40 -
Sehr schön geschrieben, danke
Janin 15/02/11 - 20:38 -
Top!