Hausmittel gegen Herpes

Gegen einen einfachen Herpes sollte auf keinen Fall gleich mit antiviralen Medikamenten geschossen werden. In aller Regel reicht es völlig aus, sich mit guten alten Hausmitteln zu helfen. Schwangere Frauen sollten aber unbedingt den Arzt aufsuchen, weil die Erkrankung schwerwiegende Konsequenzen für den Fötus haben kann. Gleiches gilt bei Komplikationen wie Eczema herpeticatum, in diesem Fall ist der gesamte Körper betroffen, oder Herpes-Enzephalitis, womit eine gefährliche Hirnentzündung gemeint ist.

Gehen wir die bekanntesten Hausmittel gegen Herpes kurz durch:

Honig

Aufgrund seiner antimikrobiellen Inhaltsstoffe wirkt Honig keimtötend auf Viren und Bakterien und behindert zudem deren Vermehrung. Sobald sich die ersten Herpes-Anzeichen bemerkbar machen, tragen Sie etwas Honig auf die betroffene Stelle auf. Da bereits offene Stellen dadurch verschlossen werden, werden die Verbreitung der Viren und somit auch das Ansteckungsrisiko gemindert.

Als besonders gut dafür geeignet hat sich Manuka-Honig aus den neuseeländischen Blüten der Südseemyrte erwiesen, da diese den Wirkstoff Methylglyoxal enthalten. Übrigens weist auch Propolis, das ist der „Bienenkittharz“, eine ähnliche antimikrobielle Wirkung auf.

Teebaumöl

Die Südseemyrte ist biologisch mit dem australischen Teebaum verwandt. Auch sein Öl soll antimikrobielle, desinfizierende Wirkung entfalten. Jedenfalls war Teebaumöl einst Bestandteil der Erste-Hilfe-Ausrüstungen australischer Truppen, zumindest bevor die Antibiotika erfunden wurden. Teebaumöl sollte so früh wie möglich, also schon beim ersten Jucken oder Kribbeln, und dann in regelmäßigen Zeitabständen punktuell aufgetragen werden.

Beachten Sie, dass unverdünntes Teebaumöl sogar als gesundheitsschädlich eingestuft ist, weil es als Reizstoff zu Hautentzündungen führen kann. Es sollte daher nicht zu lange angewendet werden.

Zinksalbe

Die antientzündliche Wirkung von Zink ist schon lange bekannt, doch kann das Metall nicht direkt etwas gegen die Viren ausrichten, wohl aber gegen Bakterien. Der erfolgreiche Einsatz gegen Herpes gründet vor allem auf der Austrocknung der nässenden Bläschen.

Zahnpasta

Manche schwören bei Herpes auf (zinkhaltige) Zahnpasta, allerdings enthält diese auch reizende Stoffe, die der Haut, die von den Viren schon geschwächt ist, weiteres Ungemach einbringen können. Da nicht jede Zahnpasta-Sorte Zink enthält, ist es besser, lieber gleich eine Zinksalbe aufzutragen.

Zitronenmelisse

Es konnte in Studien nachgewiesen werden, dass bestimmte Wirkstoffe dieser alten Heilpflanze die Herpesviren daran hindern, in Zellen einzudringen. Rötungen und Schwellungen bilden sich oft schon nach Stunden deutlich zurück.

Was eventuell sonst noch helfen könnte:

  • Aloe vera
  • Knoblauch
  • Schwarzer Tee
  • Ingwer
  • Lysin (Aminosäure)
  • Kühlung (nur in der Frühphase sinnvoll)

Wer noch weitere Tipps aus der Naturheilpraxis zum Thema Herpes sucht, wird zum Beispiel hier fündig:

Und über den Zusammenhang mit der gefährlichen Gürtelrose können Sie hier nachlesen:

Beitragsbild: fotolia.com – Cherries

Dieser Beitrag wurde am 30.11.2022 erstellt.

 

 

 

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